Was dann passiert, läuft fast immer gleich ab.
Am Anfang versucht man es noch zu erklären:
„Ich bin nur gestresst.“
„Ich bin müde.“
„Heute passt es einfach nicht.“
Aber irgendwann merkt man:
Es ist nicht nur ein schlechter Tag.
Und dann beginnen viele Frauen, Situationen zu vermeiden.
„Ich hab manchmal gehofft, dass er einfach einschläft.“
„Ich hab versucht, nicht zu viel Nähe zuzulassen, weil ich wusste, worauf es hinausläuft.“
Und manchmal passiert auch das:
„Ich hab es trotzdem gemacht… aber ehrlich gesagt hab ich nur gewartet, bis es vorbei ist.“
Das sagen Frauen nicht leichtfertig.
Und genau da beginnt das eigentliche Problem.
Irgendwann fragt er weniger.
Und viele Frauen sagen mir:
Das war der Moment, der sich am schwersten angefühlt hat.
Nicht die fehlende Lust.
Sondern die Stille danach.
Er denkt vielleicht:
„Findet sie mich nicht mehr attraktiv?“
Sie denkt:
„Ich weiß, dass es nicht an ihm liegt… aber warum fühlt es sich dann so an?“
Und beide sprechen es nicht mehr aus.
Weil es sich irgendwann zu groß anfühlt.
Was dann passiert, kennen viele:
→ Man bucht einen Urlaub, in der Hoffnung, dass es hilft
→ Man kauft neue Dessous
→ Man versucht „mehr Zeit zu zweit“ einzuplanen
→ Man sagt sich: „Wir müssen einfach wieder öfter…“
Und irgendwann kommt dieser Gedanke:
„Es fühlt sich einfach wie Arbeit an.“
Eine Patientin, 43, hat mir geschrieben:
„Ich hab mich lange zusammengerissen und mich teilweise zu Sex gezwungen… aus Angst ihn zu verlieren.“
Und dann dieser Satz:
„Ich hab mich selbst irgendwann nicht mehr erkannt.“
Das ist kein Einzelfall.
Das ist etwas, das viel häufiger passiert, als die meisten denken.
Und fast niemand spricht offen darüber.